Suchthilfe in der Schweiz – Ein starkes Netzwerk für Betroffene
Die Suchthilfe in der Schweiz umfasst vielfältige Angebote zur Prävention, Beratung und Behandlung von Suchterkrankungen. Sie wird von Bund, Kantonen, Gemeinden und privaten Organisationen getragen, um Betroffenen eine bestmögliche Unterstützung zu bieten.
Unter dem Begriff „Suchthilfe“ werden in der Schweiz alle Massnahmen zur Prävention, Beratung und Behandlung von Suchterkrankungen zusammengefasst. Die Angebote sind breit gefächert und richten sich an unterschiedliche Zielgruppen – von Jugendlichen über Menschen ohne festen Wohnsitz bis hin zu älteren Betroffenen.
Zur Suchthilfe gehören Präventionsangebote, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, niederschwellige Anlaufstellen sowie spezialisierte Kliniken. Während Präventionsmassnahmen meist vom Bund organisiert werden, sind Beratungs- und Behandlungsangebote Aufgabe der Kantone und Gemeinden. Krankenkassen finanzieren die medizinische Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen, die als Teil des Gesundheitswesens gilt.
Hausärzte und Hausärztinnen spielen eine zentrale Rolle in der Suchthilfe, da sie oft die erste Anlaufstelle für Betroffene sind und den Zugang zu spezialisierten Behandlungen ermöglichen. Auch niedergelassene Psychiater, Psychotherapeuten sowie kostenlose Suchtberatungsstellen der Gemeinden sind wichtige Stützen des Hilfesystems.
Zusätzlich ergänzen Organisationen wie das Blaue Kreuz oder Pro Senectute das Netzwerk der Suchthilfe. Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Alkoholiker (AA) oder Narcotics Anonymous (NA) bieten Betroffenen die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen auszutauschen und Unterstützung zu finden. Auch für Angehörige von an Abhängigkeit erkrankten Menschen gibt es Selbsthilfeorganisationen wie ada-zh, Al-Anon oder Stand by you.
Weitere Informationen bei Sucht Schweiz
Sucht Schweiz ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung mit dem Ziel, Probleme im Zusammenhang mit dem Konsum psychoaktiver Substanzen und Verhaltensweisen mit Suchtpotenzial zu verhindern oder sie zu vermindern.
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